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Paul Dukas Artikel
Paul Dukas (* 1.10 1865 in Paris; † 17.05 1935 ebendort); war ein französischer Komponist .
Dukas studierte am Pariser Konservatorium Klavier, Harmonielehre und Komposition und gab dort später Unterricht, u.a. seinem Schüler Olivier Messiaen. Sein Hang zur Selbstkritik führte dazu, dass er eine ganze Reihe komponierter Werke wieder vernichtete, weil sie seinen Ansprüchen nicht genügten. Hohen Bekanntheitsgrad erlangte Dukas durch die Vertonung der Ballade Der Zauberlehrling von Johann Wolfgang von Goethe (siehe unten).
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- Polyeucte, Ouvertüre für Orchester (1891)
- Symphonie C-Dur für Orchester (1896)
- Scherzo "L'Apprenti sorcier" ("Der Zauberlehrling") (1897)
- Sonate es-Moll für Klavier (1900)
- Variations, Interlude et Finale, sur un thème de Rameau (für Klavier) (1902)
- Villanelle (für Horn) (1905)
- Oper "Ariane et Barbe-Bleue" (1907)
- Prélude élégiaque, sur le nom de Haydn (für Klavier) (1909)
- Ballett "La Péri" (1910)
- La Plainte au loin du Faune (für Klavier) (1920)
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Das bekannteste Werk Dukas' ist die Vertonung der Ballade "Der Zauberlehrling" von Johann Wolfgang von Goethe. Dieses 1897 unter dem Titel "L'Apprenti sorcier" entstandene Orchesterwerk gehört zu dem Genre der Programmmusik. Es ist eine musikalische Aufbereitung der Geschichte des Zauberlehrlings, der unerlaubt einen Besen verzaubert, damit dieser Wasser zu dem Auffüllen einer Badewanne holt.
Die Musik beginnt mit einer gespannten Atmosphäre: Der Meister ist weg und der Zauberlehrling ist hin- und hergerissen ob der Idee, sich selbst in dem Zaubern zu versuchen, er kann der Versuchung schließlich nicht widerstehen. Das erste, durch die Trompete präsentierte Motiv ist der Zauberspruch.
Auf den Zauberspruch hin erhebt sich eine vom Fagott intonierte Melodie. Es ist der Besen, der erst einige Schritte übt, bevor er sich in unaufhaltsamen Tempo mit den Eimern bewaffnet auf den Weg macht. Das den Besen charakterisierende Motiv, das melodisch wie rhythmisch sehr einprägsam ist (der Besen scheint ein wenig zu hüpfen), wird später von anderen Instrumenten aufgegriffen und durchzieht unermüdlich das ganze Stück. Das Ergießen des Wassers in die Wanne wird durch das übrige Orchester, vornehmlich durch die Streichinstrumente, hörbar gemacht, ebenso wie das Anschwellen des Wassers in der Stube, nach dem die Wanne gefüllt ist. Dukas hat keine Passage aus der Ballade ausgelassen: Sogar die Szene, in der der Besen dem Zauberlehrling Angst macht ("Ach, nun wird mir stets bänger!
Welche Miene! welche Blicke!") ist enthalten. Der Besen meckert den Zauberlehrling nämlich zwischendurch ziemlich frech an.
Inmitten des Stücks - das von dem rastlos arbeitenden Besen gebrachte Wasser ist schon in dem ganzen Zimmer verteilt - ist das Motiv des Zauberlehrlings wieder zu vernehmen. Allerdings kommt es stark verkürzt, denn der Zauberlehrling hat den Spruch vergessen und versucht ihn nun in mehreren Tonarten, deshalb bemüht, das Geschehen aufzuhalten. Doch nach jedem falschen Spruch ergießt sich ein neuer Schwall Wasser. Daraufhin erreicht die Musik einen Höhepunkt, denn in seiner Verzweiflung wirft sich der Zauberlehrling mit der Axt auf den Besen und zwei krachende "Schläge" bereiten dem Treiben zunächst ein Ende.
Doch nach einer kurzen Pause erhebt sich das Fagott langsam. Es scheint, als mühe sich der gespaltene Besen, wieder auf die Beine zu kommen, und während er noch dabei ist, tritt eine Klarinette hinzu, die in dem Abstand einer Dezime die gleiche musikalische Bewegung vollzieht. Es ist die zweite Hälfte des Besens, die zu eigenem Leben findet. Erneut setzt das Motiv des Besens, intoniert durch das Fagott ein. Und kaum ist der Besen wieder unterwegs, tritt einen Augenblick später dieses Motiv ein zweites Mal hinzu, intoniert durch die Klarinette auf der Quinte beginnend und die Melodie in die Subdominantenharmonie führend: Der zweite Besen. Es scheint als habe sich dieser ca. abgucken müssen, welche Aufgabe es zu verrichten gilt und tut es nun dem ersten gleich. So sind es nun zwei Besen, die unermüdlich rennen, um weiter Wasser zu bringen. Die Musik schwillt stets mehr an um auf einem weiteren Höhepunkt abrupt zu enden, alles sinkt in sich zusammen. Der Meister ist heimgekehrt und hat das Chaos beendet. Der Zauberlehrling ist zerknirscht, aber sein Meister belässt es bei ruhig vorgetragenen Ermahnungen (Schlusspassage vor den 4 Schlussakkorden).
Hohen Bekanntheitsgrad erlangte Dukas' Vertonung des "Zauberlehrlings" durch den von Walt Disney 1940 produzierten Film "Fantasia". Kein Geringerer als Micky Maus spielt den Zauberlehrling, der zu Dukas' Musik gegen Besen und Wasser ankämpft.
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